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Liebenswürdigkeit, durch die er in der vornehmen Welt geglänzt hatte, zeigte er jetzt Niedergeſchlagen⸗ heit und Melancholie; er ſchien immer einen ge⸗ heimen Gedanken im Vordergrund zu haben, der ihn oft verhinderte, an Dem Theil zu nehmen, was um ihn her vorging, kurz, wenn er lachen wollte, wenn er ſich Mühe gab, glücklich zu ſcheinen, ſo war ſeine Fröhlichkeit keine natürliche und man ſah wohl, daß er ein anderes Gefühl darunter zu verſtecken ſuchte. Gleichwohl fand ſich Adhemar oft in der Ge⸗ ſellſchaft ein: er fehlte bei keiner Unterhaltung im Hauſe des Herrn Bourdichon. Trat er aber in den Salon, ſo ſuchten ſeine Augen Jemand, ſo richteten ſich ſeine Blicke den ganzen Abend lebhaft nach der Thüre, wenn Gäſte eintraten, und ſah er dann ſeine Erwartung immer getäuſcht, ſo malte ſich der Aus⸗ druck von Schwermuth auf ſeinem Geſichte ab. Mathilde, die Adhemar fortwährend beobachtete, verlor weder eine ſeiner Bewegungen, noch einen ſeiner Blicke aus den Augen; unter dem Schein der Heiterkeit ſuchte ſie die Qual, unter der ſie litt, zu verbergen. Sie ſcherzte zuweilen über ſein düſteres oder zerſtreutes Ausſehen, ſprach mit ihm jedoch nie mehr über Carleſia, welche ſeither in den Abend⸗ unterhaltungen nicht mehr zu ſehen war; ſie errieth ſehr gut, daß er ſich mit ihr beſchäftige, daß er ſich nach ihr ſehne, und daß ſeine Traurigkeit in nichts
Anderem als in dem Verdruß ſeinen Grund hatte,
ſie nicht wieder zu ſehen. Herr Bourdichon, der nicht in dem Falle ſeiner
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