Egoiſtin machen.— Doch, doch, zu einer Egoiſtin im höchſten Grade! überdieß ſagt ihm dieſe Parthie nicht zu! er liebt dieſes Fräulein nicht, und kann ſie nicht Jieben! ſodann hat er Vermögen, warum ſollte er dapnuf denken, ſich zu... warum.. ſollte er hieran denken?⸗
Carleſia, welche Mathilden gegenüber ſaß, und den Rücken der Thüre zuwandte, ergriff die Hand ihrer Freundin und ſagte:„Ich wette, daß er ſo eben ankam... daß er hier iſt.— Wirklich... und warum?— Weil Dein Geſicht die Farbe gewechſelt hat... weil Du nicht mehr die Vorige biſt..— Du haſt Recht! ja... ja... er iſt da.“
Adhemar trat ſo eben in den Saal. Nachdem er einige Perſonen begrüßt hatte, wünſchte er Bour⸗ dichon guten Abend, der ihm ſogleich erzählte:„Wir haben eine neue Dame... eine Freundin meiner Frau bei uns, welche von der Reiſe zurückkam... Sie müſſen ſie ſogleich ſehen; ſie ſpricht mit Frau Bourdichon... Sie werden mir wieder berichten.“
Adhemar, der ſich anſchickte, Mathilde zu grüßen, trat vor, um ſich die Dame genau zu betrachten, von der man ihm geſagt und die ihm bis jetzt den Rücken geboten hatte; in dem Augenblick aber, wo der junge Mann in die Nähe der Hausfrau kam, wandte ſich Carleſia um, und alsbald begegneten ihre Augen denen Adhemars, der ſie gerade an⸗ ſchauen wollte. Die beiden Perſonen ſahen ſich einige Augenblicke ſcharf an: ein unausſprechlicher Ausdruck malte ſich auf ihren Geſichtern. Carleſia wurde
*
—₰——


