Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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nicht um eines einfachen Beſuches willen, ſondern es

ſtecke irgend ein beſonderer Plan dahinter.

Geiſtreiche Leute haben die Gewohnheit, dem Pu⸗ blikum ihre Gedanken nicht anzuvertrauen; die Ein⸗ faltspinſel machen es gerade umgekehrt. Haben dieſe irgend eine wichtige Sache auszuführen, ſo ſprechen ſie ganz laut mit unmäßigen Geberdenſpielen in den Straßen davon, ſie ſuchen die Aufmerkſamkeit der Vorübergehenden auf ſich zu lenken, und ließe ſich es thun, ſie ließen einen Tambour voranziehen, um die Leute an's Fenſter zu jagen.

Fräulein Idalia trat nach ihrer Mutter ein: ſie war ganz ſchneeweiß gekleidet. Das Gewand, das Halstuch, der Schleier auf dem Kopfe, ja ſelbſt die Schuhe, Alles war von einer Weiße, und in dieſem jungfräulichen Koſtüm ſuchte ſich Fräulein Idalia das Ausſehen einer kleinen Heiligen zu geben, aber es gelang ihr nur unvollſtändig: der Ausdruck ihrer Augen ſprach dagegen, es war eher, als ob ſie mas⸗ kirt wäre.

Herr Sublimé ſchloß den Zug. Er war wie ein Stutzer von fünfundzwanzig Jahren gekleidet, und wirklich konnte er, von hinten angeſehen, zumal wenn er nicht lief, einige Perſonen täuſchen; von vorne jedoch brachten die Locken ſeiner ſchönen blonden Pe⸗ rücke eine ſonderbare Wirkung auf ſein runzeliges, rothgeſchminktes Geſicht hervor. Man glaubte einen neuen glänzenden Rahmen um ein altes verdorbenes Gemälde zu ſehen.

Als Frau Sublimé eine Damne bei Mathilde ge⸗