35 4 prächtige Jäger, Sie und Carcaſſonne!“ rief Bour⸗ dichon aus.„Der Eine ſchießt bereits kreppirte Haſen, der Andere kann ſein Gewehr nicht tragen, ſeine Jagdtaſche macht ihn müde, man muß ihm gute Wege ſuchen... auch hat er in der That drei ganze Lerchen geſchoſſen.— Fünf, mein Lieber, und im Flug, ich thue mir etwas darauf zu gut.“
Ein Bedienter machte dieſer Unterredung ein Ende, indem eer meldete, daß Madame habe auftragen laſſen. Die Geſellſchaft ging nun in den Speiſeſaal.
Mathilde, die ihren Gäſten Plätze anwies, ſetzte Adhemar an ihre linke, und Dalbrun an ihre rechte Seite. Dieſe Anordnung ſchien dem ſchönen Mon⸗ ſignard zu aiseie man ſah eine leichte Wolke ſein Geſicht überſchatten; gleichwohl entſchloß er ſich, ſeinen Platz bei der kleinen Frau des langen Carcaſſonne einzunehmen; aber während des ganzen Eſſens ließ er ſeine Blicke oft auf Mathilde und Adhemar ruhen.
Man wird die üble Laune dieſes Herrn begreifen, wenn man erfährt, daß er ſich Mühe gegeben hatte, das Herz Mathildens zu erobern; da er in dieſer Unternehmung nicht glücklich geweſen war, und bei Madame Bourdichon auf eine ungewöhnliche Kälte ſtieß, ſo hatte der ſchöne Stutzer daraus den Schluß gemacht, Mathilde gehöre zu jenen unempfindlichen Frauen, die ſelbſt zu der geringſten Schwachheit unfähig ſeien; denn von dem Augenblicke an, wo ihn eine Frau hatte ablaufen laſſen, überredete ſich Monſignard ſtets, daß kein Mann ſein Glück bei ihr machen könne.
Gleichwohl machte Monſignard, trotz aller Klug⸗


