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Setzen wir uns zu Tiſche, meine lieben Freunde! die Nachzügler ſollen das Nachſehen haben.“
In dieſem Augenblick ließ ſich das Geläute der Glocke vernehmen, und bald erſchien die erwartete Perſon im Saale.
Herr Monſignard iſt ein Mann von dreißig Jahren, groß, wohlgebaut, obwohl vielleicht ein wenig zu ſtark. Sein Geſicht iſt vollkommen rund und regel⸗ mäßig. Er hat eine gerade, fehlerfreie Naſe, an
welcher der bedächtlichſte Maler nichts auszuſetzen ge⸗
funden hätte; er hatte blaue, ziemlich große Augen, einen kleinen Mund, ſehr ſchöne Zähne, eine ſehr rothe Geſichtsfarbe, einen Wald von blonden, ge⸗ lockten und mit großer Sorgfalt geſcheidelter Haare, und endlich eine prächtige Halsbinde, die ſein Geſicht vollſtändig einrahmte. Ihr ſehet, daß Herr Mon⸗ ſignard zugleich ein ſchöner Mann und ein aller⸗ liebſter Junge iſt, füget hiezu noch einen äußerſt ſorgfältigen Anzug, ſo habt ihr Alles, was zur Leibes⸗ anmuth gehört. Eine ſelbſtzufriedene Miene, ein ſpöttiſcher, ſchneidender Ton, eine ſich ſtets gleich blei⸗ bende Phyſiognomie, viel Großſprecherei und wenig Geiſt in der Unterhaltung, dann habt ihr ihn ganz, wie er iſt. Die Einen ſagten: Monſignard ſei ein Geck; die Andern: er ſei ein ſehr guter Junge, wenn an ihn näher kenne; vielleicht hatte Jeder Recht. „Kommen Sie endlich doch, mein Herr!“ ſagte Mathilde zu dem neuen Ankömmling,„wir wollten
uns eben ohne Sie zum Eſſen ſetzen.— Ach, ich
wette, daß dem nicht ſo iſt, Sie hätten nicht ſo
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