Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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hübſch! Herr Bourdichon! ich will Ihnen meine

Schuld bezahlen... hier iſt das Geld, welches Sie mir geſtern geliehen haben. Ich hoffe, daß dieß nicht der Grund Ihres Beſuches iſt. Nein, aber die Spielſchulden müſſen pünktlich bezahlt werden! Ol unter Freunden iſt dieß nicht wie bei Fremden. Uebrigens weiß ich, daß einige Napoleons mehr oder weniger Ihnen nichts ausmachen... Sie ſind reich! O Sie kommen nicht in Verlegenheit, wie Monſig⸗ nard zum Beiſpiel, der das Recht zu haben glaubt, immer den beſten Platz wegzunehmen, weil er zwölf⸗ tauſend Franken Einkünfte hat... für einen Jung⸗ geſellen iſt das recht hübſch, ich gebe es zu! aber ich wette, daß Sie mehr als dieß haben. Ich? ich verſichere Sie, daß ich nicht reich bin. Nun, nun, Sie wollen nicht ſagen, wie viel Sie haben! Ich pflichte Ihnen bei, Sie haben Recht... vor Allem iſt man dann weniger dem Umſtand ausgeſetzt, daß man um Geld angeſprochen wird... doch laſſen wir das... ich war recht komiſch als Tiger.

Herr Bourdichon war im beſten Zuge, die Ball⸗ ſcherze zu belachen, als die Thüre ſeines Kabinets aufging und Mathilde eintrat; ſie ſtellte ſich über⸗ raſcht, als ſie Adhemar bemerkte.

Ach Gott! ich ſtöre Sie, meine Herren! Sie ſprechen vielleicht von Geſchäften? Ich glaubte, mein Mann ſei allein in ſeinem Kabinete. Nur herein, nur herein! rief Herr Bourdichon ſeiner Frau zu, Du ſtörſt uns nicht... Marilly kam, mir das Geld vom geſtrigen Spiel zu bringen... O das iſt ein

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