18
Franken Einkünfte, was ſeinen Clienten Vertrauen einflößte, und ihn ſogar in den Stand ſetzte, Speku⸗ lationen zu machen, welche Andere nicht hätten unter⸗
nehmen können. Ueberhaupt braucht man, um Geld zu gewinnen, nur Geld zu beſitzen.
Adhemar hatte nach Herrn Bourdichon gefragt. Man führte ihn in das Zimmer, wo der Geſchäfts⸗ mann ſeine Clienten empfing. Der dicke Jäger hat ſich jetzt in ſeinen warmen Schlafrock gehüllt und nachläßig in einen ungeheuern Lehnſtuhl à la Voltaire geworfen; er iſt mitten im Leſen einer Zeitung be⸗ griffen, als man Herrn Marilly bei ihm anmeldet.
„Ei! guten Morgen, mein lieber Freund!“ rief Bourdichon, ſich die Augen reibend, aus.„Wahr⸗ haftig, Sie kommen eben recht!... Ich las in einem Journal... aber ich mußte mich anſtrengen, nicht dabei einzuſchlafen... Wenn man die Nacht auf dem Balle zugebracht hat... ich habe nur vier Stunden geſchlafen... und Sie?— Nicht viel länger.— Aber mein Ball war ſchön, nicht wahr? Man hat ſich gut unterhalten?— Sehr gut, er war ausge⸗ zeichnet!— Und meine Maske, he? ich hoffe, daß die luſtig war! Ich geſtehe Ihnen aber, daß ich ſie nicht oft anlegen werde. Man erſtickt faſt unter dieſem Tigerfell und dieſem Kopfe... ich bin entſetzlich ab⸗ gemattet... aber man hat tüchtlg gelacht! Dieſer arme Carcaſſonne, der ſich vor mir fürchtete; der Teufel ſoll mich holen, ich glaube, er hat mich für eine leibhaftige Beſtie gehalten. Seine Frau konnte nicht mehr fort.. ſie iſt hübſch, ſeine Frau, recht


