Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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Vorwärts, meine Damen, arbeitet, ſeid nicht ſo müßig... da iſt ein Hochzeitkleid, das auch noch auf morgen fertig werden muß; Madame Dumanchon hat es verſprochen. Ich glaube, wir arbeiten ge⸗ nug, Fräulein, wir heben die Augen nicht von unſe⸗ rer Arbeit auf... Was ſoll man denn mehr thun, man hat keine zwanzig Finger! Ganz gut, Fräu⸗ lein Auguſtine... Sie glauben, ich ſehe es nicht, wie Sie mit Euphemien unten hervor lachen!... Hm! wie dumm ſind doch die Leute, die immer und bei jeder Gelegenheit... oft ſogar ohne zu wiſſen warum, lachen. Ich weiß ganz gut, warum ich lache, Fräulein Frotard!... Sie irren ſich, wenn Sie glauben, ich wiſſe es nicht. Nun, warum haben Sie ſich dann vorhin faſt todt gelacht? Vorhin?... weil Julie, als ich in die Höhe ſah, wie ſie gähnte, zugleich nießen wollte, und dabei eine ſo ſonderbare Grimaſſe machte... ha! ha! ha! ha! daß ſie wie ein Tropfen Waſſer dem andern der Milcherin Eſel glich, der an der Straßenecke ſteht. Ich ſoll einem Eſel gleich ſehen!.. Schweig, Dicke, Du haſt das Wort nicht... ich rülpſe es Dir vom Munde... wie ein Redner des Alterthums geſagt hat. Ach! Mamſelle Laura, wählen Sie doch um Gottes Willen Ihre Ausdrücke etwas beſſer. Sie ſprechen oft Dinge, die nicht in dem Arbeitszimmer von Frauzimmern gehört werden ſollten... es mißfällt der Madame Dumanchon, die mich dafür verantwortlich gemacht hat, im höchſten

Grade. Was ſoll das heißen!... Was leiern Sie

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