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Geliebten abzuwenden, eine hohe Röthe überzieht ſein Geſicht, ein krampfhaftes Zittern erſchüttert ihn am ganzen Leibe, und er murmelt:„Sie iſt e
mit ihm in einem Hauſe... O jetzt gibt es kein Geheimniß mehr... ſie ſind bei einander gewe⸗ ſen.. das iſt klar... die Schändlichen! wahrſchein⸗ lich kommen ſie heute nicht zum erſten Male hier zuſammen!“—
Damit hat er bereits einige Schritte zurückgelegt, um Baſtringuette, die ſich, ohne ihn zu gewahren, entfernt hat, einzuholen, und Johann Ficelle, der ſich ſchon auf einen luſtigen Auftritt freut, reibt ſich lachend die Hände. Allein ſeine Hoffnung wird abermals vereitelt. Sanscravate bleibt ſtehen, be⸗ zwingt ſich gewaltſam und kommt wieder zurück.
„Nein,“ ſagt er,„ich gehe ihr nicht nach... denn ich könnte mich vergeſſen... im Zorne weiß ich nicht mehr, was ich thue... ich könnte vielleicht ein Unglück anſtellen... nein... wir wollen uns nach einer an⸗ dern Richtung hinwenden!“
„Ei der Kukuk! was wäre es denn, wenn Du dem Menſch, das Dich betrogen hat, eine Tracht
geben würdeſt! ich ſehe nicht ein, wie daraus ein
Unglück entſtehen ſollte!... warum verſagſt Du Dir auch dieſe kleine Satisfaktion?“
Aber Sanscravate gibt ſeinem Kameraden kein Gehör mehr. Er eilt voraus, er iſt ſchon weit ent⸗ fernt, als ſich Johann Ficelle endlich entſchließt, ihm zu folgen, indem er bei ſich denkt:„Es iſt einerlei! nun hat er Todhändel mit ſeiner Schönen, und ich bin überzeugt, der junge Kamerad wird bei der erſten beſten Gelegenheit ſeinen Theil kriegen. Jetzt wird ſich Sanscravate endlich zum Spiele verleiten laſſen, und uns bei dem Table⸗Baſſe oder bei dem Bi⸗ ribi an die Hand gehen.“
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