Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

Albert, Du biſt nicht bei Deinem Spiel! verſetzt

Cöleſtin.Doch, doch... Ich habe angefangen. Ich ſetze Alles! Es gilt... Eingeſchlagen! ich habe die Vorzugskarten. Verteufeltes Spiel! Jetzt verliere ich ſchon vierhundert Franken! Komm, Balivan, gib mir Punſch, daß ich mein Unglück er⸗ ſäufe! Balivan, gib mir Cigarren! Balivan, Du haſt mir Deine mauriſche Pfeife verſprochen; nicht wahr, Du gibſt ſie mir? Ach, gib mir doch Deinen Tabaksbeutel herüber! Hier, meine Her⸗ ren! Einen Augenblick Geduld; ich kann nicht Allen auf einmal dienen... ich will meinem Stubenmäd⸗ chen rufen... unter der Bedingung jedoch, daß ihr ſie reſpectirt... He! he! Crevette! Ihr Mädchen heißt Crevette? fragt Tobias den Maler, während er ſich Punſch einſchenkt.Ja;z es iſt eine Bur⸗ gunderin; ſie hatte einen Namen, der mir mißfiel: ſie hieß Käthe!... Sie werden einſehen, daß ich, wenn eine vornehme Dame bei mir war, nicht zu ihr ſagen konnte: Käthe, nehmen Sie der gnädigen Frau den Shawl ab!.. Käthe, holen Sie einen Wagen herbei!... Es wäre unvernünftig von mir geweſen, vor meinen Modellen immer von einer Käthe zu ſprechen; ich fragte daher meine Burgunde⸗ rin um ihren Familiennamen und ſie iſt eine Crevette.

Die Burgunderin kommt. Es iſt ein dickes Mäd⸗ chen mit friſchen, runden Wangen, die aber unge⸗ heure, krebsrothe Arme und Hände hat. Sie lacht ungenirt über die loſen Worte, welche die jungen Leute an ſie richten; wenn ſie ſie aber dabei berühren