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außer mir Keiner thut... Aber was! ihr ſeid alle Heuchler... ihr wagt es nicht... euch in einen. Kampf einzulaſſen!— Ach! köſtlich... Cagnoux macht wieder ſeine Kunſtſtücke,“ ſagt Johann Ficelle. „Der bietet der ganzen Welt Trotz!...“
Sanscravate ſteht auf und nähert ſich dem Zim⸗ mermann mit den Worten:„Was behaupteſt Du, daß Du thun werdeſt, und was außer Dir Keiner thue?. Das läßt ſich hören! Glaubſt Du, es ſei Keiner da, der ſich mit Dir meſſe, Cagnoux?— Ja,“ murmelt Labouſſole, während er den Reſt der Fla⸗ ſchen in ſein Glas leert,„ja, wir ſind Alles im Stande! uns muß man nicht trotzen wollen.“
Der Zimmermann, der vollſtändig betrunken iſt, bringt es endlich dahin, ſich in die Höhe zu richten, und indem er ſich bemüht, aufrecht ſtehen zu bleiben, nimmt er ein ungeheures Glas in die Hand und ſagt:„Seht ihr dieſes Glas... es hält einen Schop⸗ pen... man ſoll mir es mit Branntwein füllen, ich leere es auf einen Zug... es iſt nicht Einer unter euch... der es im Stande wäre!— O! beim Kukuk! das iſt ein rechtes Wunder,“ ruft Sanscra⸗ vate aus,„ſo viel Branntwein zu trinken... das
iſt keine ſchwierige Sache.— Sanscravate iſt im
Stande, es zu thun,“ ſagt Johann Ficelle, der auch von ſeinem Platze aufgeſtanden iſt und ſich unter die Neugierigen gemiſcht hat.„Ja, ich kenne ihn, er thut es... Wenn ich nicht Leibſchmerzen hätte, würde ich es thun.— Ich wette ſechs Liter für die Geſell⸗ ſchaft, daß ich dieſes Glas Branntwein auf einen
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