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nicht mehr trennen könnten. Wäre es Dir lieber, wenn ich Dir es machte, wie die vornehmen Frauen.,. Wenn ich mit Dir ginge, auch wenn ich Dich nicht mehr liebte, und Dich dann alle Tage an der Naſe herumführte? So bin ich nicht...— Wenn Du mich nicht mehr liebſt... ſo kommt es daher, weil Du einen Andern liebſt..— Das iſt beim Kukuk klar!“ brummt Johann Ficelle.—„Ob ich liebe, oder wen ich liebe, geht Dich nichts an!... Liebe Du wen Du willſt, ich ſcheere mich nicht weiter darum, als um den Backenbart dieſes Herrn!“
Damit deutete das große Mädchen auf Labouſſole, der lächelnd ſeinen Backenbart ſtreicht und ſagt: „So ſprechen nicht alle Weiber.— Ah! ſo ſteht es alſo!“ ruft Sanscravate, ſein Glas leerend, aus, wäh⸗ rend Baſtringuette ſich etwas beruhigter wieder an den Tiſch ſetzt.„Nun! wie Du willſt!... Zum Teufel
mit der Liebe und den Weibern!... Laßt uns trinken,
meine Freunde, laßt uns trinken!...— Es iſt aber ſchon ſpät,“ ſagt Paul,„man ſchließt bereits unten zu. Gehen wir jetzt nicht heim, Sanscravate?— Gehe, wenn Du willſt... ich bleibe bei den Freun⸗ den... bei den wahren Freunden!“ entgegnet Sans⸗ eravate mit einem zornglühenden Blick auf den jungen Commiſſionär.—„Nein, ich gehe mit Dir... Du haſt genug getrunken... Du mußt Dich nicht be⸗
rauſchen!..— Was geht es Dich an, wenn es mich
freut, mich zu berauſchen... ich bin auch mein eigener
Herr! Ich habe jetzt kein Weibsbild mehr, das
mich hindert und langweilt..Hal nun will ich mir Paul de Kock. XXXIV.. 2


