Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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Spitzbube zu ſein! murmelt Baſtringuette mit ei⸗ nem Seitenblick auf Herrn Labouſſole.Durchaus nicht! entgegnet Johann Ficelle;das iſt ein Mann, der in ſeiner Stellung viel Talent entwickelt hat... aber, mein Gott, er hat Unglück gehabt. Was iſt er denn geweſen? Er war Aufſeher im Kauf⸗ haus. Teufel! das iſt ein guter Platz... wa⸗ rum iſt er weggekommen? Man hat ihn ſchlechte Streiche geſpielt... ihm Fiſche und Geflügel in die Säcke geſteckt und dann geſagt, er habe die Sachen geſtohlen... Sie haben ſchändlich an ihm gehandelt ... und eines Tages, als er in einem Sacke einen Lachs und in dem andern einen Truthahn hatte, war man elend genug, ihn deßhalb zu arretiren und ſo⸗ fort abzuſetzen. Der Herr hat es alſo nicht be⸗ merkt, daß er einen Fiſch in der Taſche hatte? frägt Baſtringuette.Vermuthlich... es ſind aber auch ſo viele im Kaufhaus, man tritt darauf. Gleich⸗ viel; ich habe ſeine Ehrlichkeit ſehr im Verdacht... was treibt er jetzt? Er verkauft Marken zu den Bällen bei der Belle⸗en⸗cuiſſe in der Märtyrer⸗ ſtraße... neben der Barrière. Aber wenn man nicht tanzt... iſt er angeſchmiertl und heute wird nicht getanzt. He, Alter! wollt Ihr nicht ein Schlück⸗ chen mit uns trinken? ſagt Sanscravate, Labouſſole herwinkend. Dieſer läßt ſich nicht zwei Mal auffor⸗ dern, kommt gleich mit ſeinem Glaſe herbei und ſetzt ſich zu den Commiſſionären an den Tiſch, indem er ſagt:Ich ſchlage nie ein Glas Wein aus! Baſtringuette macht ein mißlauniges Geſicht und