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Geſchrei hat jetzt ein Ende. An dem Geräuſch hören wir, daß man nun in die Bude hineingeht.“
Getrommel und Trompetengeſchmetter ertönte in der That vor der Bude des Marktſchreiers. Die Aufforderung iſt zu Ende, einige Gaffer und Gim⸗ pel gehen in das Zelt hinein, und der größere Theil der Neugierigen zerſtreut ſich, wohl wiſſend, daß bei der Art Schauſpiele der Anblick vor der Thüre ergötzlicher iſt, als der im Innern.
Tobias nimmt Madame Plays bei der Hand und führt ſie wieder auf ihren Platz zurück, denn er möchte das Geſpräch, welches intereſſant zu werden anfing, wieder fortſetzen. Die ſchöne Frau läßt es geſchehen und ſetzt ſich wieder mit den Worten: „Aber Albert kommt nicht, und ich fange an, ſein Betragen ſehr ſonderbar zu finden.“
Pigeonnier ſtürzt ſich Madame Plays zu Füßen und ruft aus:„Wohlan! wenn er nicht kommt, ha⸗ ben Sie einen Grund mehr, ihn zu vergeſſen, ſich zu rächen, ſich mir zu ergeben.“
Die ſchöne Dame ſcheint zu zögern und ſtößt den kleinen jungen Mann, der vor ihr auf den Knieen liegt, weniger ſtreng zurück, aber indem ſie ihren Halskragen ordnet, ſtreift ihre Hand das Billet, wel⸗ ches ſie in ihren Buſen geſteckt hat; ſie zieht es her⸗ vor und ruft aus:„Ach der Tauſend! ich habe auf dem Boulevard Alberts Brief nicht leſen können. Ich will doch einmal ſehen, was er mir darin ſagt,
und wie er Sie bei mir empfiehlt.. davon hängt *


