Gatten, einem Nebenbuhler vorbeirollen... was liegt daran!... er ſieht ja nichts!... Vielleicht iſt er manchmal der Erſte, der beim Anblicke eines ſo wohl verſchloſſenen Gefährtes lächelt und bei ſich denkt: da drinnen mag auch etwas Intereſſantes vorgehen!... Ol ich wiederhole es, es iſt eine ſehr bequeme Sache!— Bequem.. oder nicht bequem..“ verſetzt der junge Tobias mit malitiöſer Miene, „weil... ich ließ es mir etwa noch gefallen, wenn ganz Paris mit Holz gepflaſtert wäre...— Madame Baldimer hat ſich nicht verſteckt,“ entgegnet Albert, „denn die Vorhänge ihres Wagens waren aufgerollt. — Vielleicht ſind ſie jetzt herabgelaſſen,“ brummte Cöleſtin durch die Zähne.
Albert ballt krampfhaft die Fäuſte.
„Ei! mein lieber Albert,“ ſagt Tobias, nachdem er ſich vergeblich bemüht hatte, ſein kleines viereckiges Lorgnon an ſein rechtes Auge zu kleben,„ſind Sie denn in Madame Baldimer verliebt... weil Sie, wie es ſcheint, Luſt haben, ihrem Wagen zu folgen? — Ich in ſie verliebt?... warum nicht gar!... bin ich dumm genug, mich wieder in ein Frauenzimmer zu verlieben?... Ich liebe ſie, wenn ſie hübſch ſind... aber nur ſo lange, als ich mich glücklich dabei fühle, das iſt genug... und auf dieſe Weiſe macht man auch am meiſten Glück bei den Weibern... Liebt
man ſie wahrhaft, ſo wird man traurig, eiferſüchtig, 8 langweilig... ſie behandeln Einen mit Gleichgül⸗
tigkeit, oder, was noch ſchlimmer iſt, hintergehen Einen. Madame Baldimer iſt ſehr ſchön.. Ich


