Teil eines Werkes 
1. Th. (1844)
Entstehung
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äußerſt paſſend, denn ſie verſchwenden es in der That zu allerlei Saucen. Wenn ſie nur vernünftig genug wären, etwas auf die Seite zu legen... dann wären ſie nicht genöthigt, ihre Laufbahn, nach⸗ dem ſie auf dem Theater geglänzt, als Logenauf⸗ ſchließerinnen zu enden. Auf die Seite legen! Dieſe Reflexion iſt Ihrer würdig, Tobias!... Ich begreife wahrhaftig nicht, wie Sie dazu kamen, ſich eine ſo große Stecknadel mit einer Camahuya zu kaufen... Was koſtet ſie, Tobias? auch Ihr Stock muß ſehr theuer geweſen ſein... potz Kukuk, welche Eitelkeit, er verſagt ſich nichts! Ja, erwiederte

Cöleſtin,man muß aber vorher wiſſen, ob Alles

ächt und Gold iſt...

Herr Tobias Pigeonnier erröthete bis zur Naſen⸗ ſpitze, er bemühte ſich aber, die Sache ſcherzhaft auf⸗ zufaſſen, lachte lange und rief aus:Ach! Herr von Valnoir, wie boshaft ſind Sie!... Sie werden mich gewiß nichts Falſches und Geſchmackloſes tragen ſehen. Ich liebe nur, was wirklich ſchön iſt!... beſonders auf die Wäſche halte ich viel; ich habe immer die feinſte Leinwand... Das iſt ein Hemd, das mich fünfundſiebenzig Franken koſtet... Haben Sie viele Dutzende davon? Allerdings... ich habe gerne viel Wäſche... ich bin es von Jugend auf

gewöhnt. Meine Mutter hatte fünf bis ſechs Schränke

voll Weißzeug⸗.. lauter holländiſche Leinwand. Wenn ich mit meiner Tante aſſocirt bin, laſſe ich es mir an nichts fehlen, dann darf nur Damaſtzeug auf meinen Tiſch... Sie haben eine Tante, die Handel