Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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9⁴ Katharine meldet, daß im Nebenzimmer aufge⸗

tragen ſei.—„Nun denn, meine Freunde, ſo laſſet

uns zu Tiſche gehen;“ ſagt Gerval, und führt ſeine Gäſte ins Speiſezimmer. Man ſetzt ſich; der alte Kaufmann neben den Wirth; Dupre als ein lang⸗ jähriger Diener iſt allmälig der Freund ſeines Herrn geworden, und ſpeist immer mit am Tiſche; er nimmt alſo ſeinen gewöhnlichen Platz ein, Herr Gerval bemerkt aber neben ſich noch ein weiteres Couvert.

„Für wen iſt dieſes Gedeck? fragt er Dupre.— Herr Gerval für unſere junge Dame... oder ihre Tochter, wenn ſie etwa kommen ſollte.— Du weißt ja, daß ſie ſchon ſchläft, Conſtanze bleibt nie ſo lange auf.— Sie ſchläft nicht, Herr Gerval, ich habe in ihrem Zimmer noch Geräuſch gehört.“

Der Greis wirft ſeinen beiden Begleitern einen Blick zu, und wendet ſich dann gegen den Wirth.— „Sie haben noch Damen im Hauſe, mein Herr? ſollten wir ſie vielleicht hindern, am Abendeſſen Theil zu nehmen, dann würden wir lieber ſogleich auf unſer Zimmer gehen.— O, nein! es iſt nur eine Mutter mit ihrem Kinde; die arme Frau iſt leider ihres Verſtandes beraubt!... eine Unglückliche, die zu reiz⸗ bare Nerven hat... ſie iſt zu bedauern!...— So wollen wir auf ihre Geſundheit trinken, meine Her⸗ ren, ſagt der große Gervais, indem er ſich und ſei⸗ nem Nachbar das Glas vollſchenkt.“— Der Menſch ſcheint ſich wenig zu geniren, denkt Dupre; Teufel, der möchte unſern Keller bald ausleeren.

Der Greis ſieht von Zeit zu Zeit ſeinen Sohn an;