Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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bewältigt, aber man hatte noch keine Zeit, ſich zu überzeugen, wie viele der Gefangenen ſich davon ge⸗ macht haben.

Lampin und Eduard haben den Waffenlärm ge⸗

hört. Es gelingt ihnen, aus dem Graben zu ent⸗

kommen; aber wohin ſich nun wenden, wie ſchnell genug fliehen? Schon bewegen ſich die Truppen durch die Stadt und den Hafen... bald werden ſie ihnen in die Hände fallen. Eduard iſt in Verzweiflung und Lampin zerbricht ſich den Kopf mit dem Schwure, daß er ſich nicht lebendig ergebe. Auf einmal hören ſie Pferdegeklingel; gleich darauf fährt ein hoher, mit Gemüſe beladener, von einem jungen Landmann geführter Wagen an ihnen vorüber. Der Bauer ſitzt ſchlafend vorne auf dem Wagen und die Zügel hän⸗ gen nachläſſig über den Rücken des Pferdes, das langſamen Schrittes den gewohnten Weg verfolgt. „Mach's mir nach! ruft Lampin, dem Wagen nachrennend, und wir ſind gerettet. Sogleich ſteigt er von hinten hinauf, macht eine große Höhlung in den Kohl, die Möhren und Wurzeln, und gräbt ſich kaum athemholend mit Eduard hinein. Der Bauer wendet ſich um, reibt ſich die Augen aus, ſieht aber noch balb ſchlaftrunken noch nichts und will von Neuem zu ſchnarchen anfangen, als Soldaten auf ihn zu⸗ kommen.—„Iſt Dir Niemand begegnet, Freund? fragt der Sergeant den Landmann.— Meiner Treu, nein, Niemand, meine Herren, als Eſel, Karren und Leute aus dem Dorfe.— Sieh Dich vor, es ſind Galeerenſträflinge entſprungen; wenn Du einen