Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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Vaters nennen zu hören, und die Erinnerung an das früher genoſſene häusliche Glück, Alles beſtürmt den Unglücklichen und läßt ihn das Gräßliche ſeines Zuſtandes noch viel herber empfinden.

Gewiſſensbiſſe zernagen das Herz Eduards, und bewegen ihn, ſo viel als möglich die Gegenwart der übrigen Gefangenen zu meiden, die ihn nur ſeines Grames und ſeiner Feigheit wegen verhöhnen. Hun⸗ dert Mal faßt er den Entſchluß, ſeinem Leben ein Ende zu machen, aber mit Zittern und Zagen ſteht er wieder von dieſem Vorhaben ab. In dieſer Ge⸗ müthsſtimmung legt er, ohne ſeinen Bruder in Paris gewahrt zu haben, den Weg von Bicetre nach Tou⸗ lon zurück.

Lampin iſt ſtets derſelbe; ſelbſt im Bagno zu Tou⸗ lon bewährt er ſeinen Leichtſinn und ſeine Sorgloſigkeit; Schande iſt für ihn nur ein leeres Wort, und er gibt ſich täglich Mühe, Eduard, wie er ſagt, von ſeinen Vorurtheilen zu heilen.

In der Geſellſchaft von Galeerenſklaven kann der reumüthige Verbrecher keine wohlthätigen Grundſätze faſſen. Da gibt es deren zu viele, die, durch Ver⸗ brechen abgehärtet, ſich ein Vergnügen daraus machen, einen von Gewiſſensbiſſen gedrückten Sünder, den eine aufrichtige Reue wieder zu einem tugendhaften Leben zurückführen könnte, vollends zu verderben.

Adelinens und ſeiner Tochter Bild verſchwinden ach und nach aus Eduards Gedächtniß, und er be⸗ ſchäftigt ſich nun mit den Planen, womit ſeine Ge⸗ 2 fährten ihn täglich unterhalten. Er verſcheucht die