Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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die Barmherzigkeit der Vorübergehenden an. Jakob betrachtet ſie genau, und bemerkt einen, der ſeinen Leidensgefährten nicht nachahmt, ſich vielmehr den Blicken der Menge möglichſt zu entziehen ſucht; aber der Elende, mit welchem er zuſammengeſchmiedet iſt, iſt gerade einer der Frechſten, der ihn mit Heftigkeit fortzieht. Dieſe Bewegung geſtattet Jakob einen genauern Anblick der Züge des Unglücklichen... Er glaubt, ſeinen Bruder zu erkennen... kalter Schweiß tritt ihm auf die Stirne, ſeine Hand greift plötzlich unwillkürlich nach ſeinem Ordensbande, löst es ab und verbirgt es in ſeiner Bruſt.

Der Wagen iſt vorüber und Jakob folgt ihm mit den Augen. Sansſouci zieht ſeinen Kameraden am Arme und ſagt:So komm doch, was Teufels findeſt Du denn für ein Vergnügen daran, dieſe Gauner zu ſehen? Aber was haſt Du denn?2... Dein Geſicht iſt ja ganz entſtellte Ach, Sansſouci!... ich bin verloren!... entehrt.. Du, entehrt? das iſt nicht möglich, faſſe Dich doch.. Mein Bru⸗ der!.. Nun!...

Jakob wagt es nicht, das unſelige Wort auszu⸗ ſprechen, aber er weißt mit der Hand auf die Ga⸗ leerenſträflinge, die man noch in der Entfernung erblickt. Das kann er nicht ſein, Freund, Du haſt Dich geirrt. Ach, wenn es des Himmels Wille wäre!... aber nein, es war kein Irrthum! und die Reden des guten Gefängnißwärters... ſein bedeu⸗ tungsvoller Blick, als er mir die Hand drückte... Ach! es iſt kein Zweifel, nun errathe ich Alles..