Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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kleinen Ermance, nimmt ſie in ihre Arme und ſucht bei ihr Troſt zu finden; eine innere Stimme ſagt ihr, daß ſie unſchuldig ſei, und ſie faßt neuen Muth. Die Abſicht allein macht das Verbrechen, und Adeline empfindet ja für Dufresne den heftigſten Haß; ihn zu nähren, iſt ihr Genuß, es ſcheint ihr, je mehr ſie Abſcheu vor ihm fühle, deſto weniger ſtrafwürdig ſei ſie in ihren Augen.

Aber ein drückender Gedanke fällt ihr aufs Herz, denn ſie erinnert ſich der letzten Worte Dufresne's: Eduard liebt eine Andere. Er iſt nach Hauſe gekom⸗ men, und denkt nicht daran, ſie zu ſehen. Es iſt Alles aus, er iſt untreu, er vergißt ſie!... Dieſe Gewißheit macht die arme Adeline vollends untröſtlich und benimmt ihr jede Hoffnung.

Noch ganz ſinnenberauſcht von der verlebten Nacht hat Eduard die Wohnung der Frau von Geran ver⸗ laſſen, um nach Hauſe zu gehen; aber ein Gefühl der Schande, ſein Gewiſſen hält ihn ab, ſich zu ſeiner Frau zu begeben. Möge man ſich auch vorneh⸗ men, ſeine Handlungen zu entſchuldigen; hat man ſeit längerer Zeit den Pfad der Tugend und des Rechts verlaſſen und der öffentlichen Meinung Trotz geboten, ſoent⸗ geht man bei einer jeden ſchlechten That ſeinem innern Richter nicht. Und Eduard war noch zu ſehr Neuling auf dem Pfade des Laſters, um nicht deſto ſtärker die Vorwürfe ſeines Gewiſſens zu empfinden. Beinahe eine ganze Nacht aus dem Hauſe

zubringen, ſeiner Frau untreu ſein und eine beträchtliche

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