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Abenteuer in Brüſſel plötzlich meinem luſtigen Leben ein Ende machte.
Ich logirte ſeit zwei Tagen in einem Gaſthof, ſchlug meine Zeit, wie alle Müßiggänger, mit Eſſen, Trinken, Spazierengehen todt, beſuchte alle öffent⸗ lichen Orte und beſah alle Seltenheiten.
Am zweiten Tage ging ich ins Theater und kam neben einen jungen Mann von anſtändigem Aeußern zu ſitzen. Er mochte etwa drei oder vier Jahre älter ſein als ich und ſchien viel Weltton zu haben. Wir plauderten mit einander. Ich erfuhr von ihm, daß er aus Lyon ſet, und eine Reiſe machte, um einer Heirath auszuweichen, zu der ſeine Eltern ihn zwingen wollten. Sein Vertrauen erweckte das meinige, ich erzählte ihm alle erlebten Ereigniſſe und dieſe ſchienen ihn ſehr zu intereſſiren. Die Uebereinſtimmung unſeres Geſchmacks, unſerer Anſichten machte uns ſchnell zu Freunden. Breville, ſo hieß mein neuer Freund, lud mich ein, am andern Tage bei einem der beſten Traiteurs mit ihm zu Mittag zu ſpeiſen, und ich nahm es mit großem Vergnügen an; denn es iſt ſehr angenehm, in einer Stadt, wo man fremd iſt, gleich bekannt zu werden.
Breville bewirthete mich aufs Beſte; wir ſpeisten ganz vortrefflich, und dann ging es auf Promenaden, Theater, Kaffeehäuſer; als Fremder ſchien er ſehr bekannt in der Stadt und durchſtreifte mit mir alle öffentlichen Gärten und Luſtörter; ich machte ihm lachend darüber mein Compliment, daß er ſich ſo gut ausfinden könne und an einem fremden Ort ſo ſchnell


