die Männer; dieſe ſind nur weniger geſchickt, ihre Falſchheit zu verbergen!... Geh! ich habe die Men⸗ ſchen kennen gelernt!... und ich hätte den Empfang meines Bruders errathen können!... aber man hofft immer, und darin hat man Unrecht...— Höre Freund, erzähle mir Deine Lebensgeſchichte... wir ſind hier ſo hübſch im Schatten, Niemand hört und ſtört uns hier, und indem ich Dir zuhöre, kann ich ausruhen und dabei eine Cigarre rauchen.“
„Wohlan denn! Du ſollſt erfahren, wie es mir ſeit meinem fünfzehnten Jahre erging, denn da fing ich meine Irrfahrt an.“
Jakob knüpfte ſeinen Oberrock wieder zu, lehnte ſich an den Nußbaum, und ſchickte ſich an, ſeine Abenteuer zu erzählen, indeß Sansſouci ein Feuer⸗ zeug aus der Taſche zog, ſeine Cigarre ganz behag⸗ lich anzündete und begierig auf die Mittheilung ſeines Freundes horchte. 3
Neuntes Kapitel. Die Abenteuer Bruder Jakobs.
In meinem fünfzehnten Jahre verließ ich das elterliche Haus. Meine Mutter ſchien mir nicht be⸗ ſonders zugethan, ſie ſprach meinen Namen nur mit Widerwillen aus. Ich erinnere mich jedoch eines dicken freundlichen Herrn, der oft zu meinen Eltern kam und mich ſo recht mit Herzensluſt Jakob nannte. Ich glaube, dieſer dicke Papa war mein Pathe und


