. 73 gegeben hatte, ſo mußte ſie ihren Mann ſchon allein fahren laſſen.
Muͤrville verſprach ſpäteſtens zum Mittag wieder zurück zu ſein.—„Daß Dir nur nichts Unangeneh⸗ mes begegnet, ſagt Madame Germeuil.— Ich wette, Mama, Sie denken noch an den Mann mit dem Schnurrbart am Ende des Gartens.— Ja, ich kann es nicht läugnen, und ich muß ſogar geſtehen, daß ich die ganze Nacht davon geträumt habe.— Das wundert mich nicht, wenn uns bei Tage etwas leb⸗ haft ergriffen hat, ſo ſieht unſere Einbildungskraft im Traume denſelben Gegenſtand; aber darum ſoll uns dies nicht Grund zu traurigen Ahnungen geben. — In der That, Mama, Sie machen mich ordent⸗ lich unruhig, ſagt Adeline, ich wünſchte, Eduard wäre ſchon wieder zurück... Und doch iſt es wirklich kindiſch, ohne Urſache ſich zu fürchten und ſich zu ängſtigen!... Drum reiſe glücklich, lieber Mann, kehre bald wieder zurück, und vor allen Dingen kehre
nicht im gekrönten Degen ein.“
Eduard küßt die Hand ſeiner Schwiegermutter und umarmt Adeline, wie man ſeine Frau am zwei⸗ ten Tag nach der Hochzeit umarmt, wenn man alles gefunden hat, was man hoffte, oder wenn man glaubt, alles gefunden zu haben, was ſo ziemlich daſſelbe iſt, und was ſo Manchem begegnet, der recht klug zu ſein glaubt und doch betrogen wird⸗
Er kommt in Villeneuve⸗Saint⸗George an, und ſteigt vor ſeinem künftigen Landhauſe ab.— Iſt Herr Renarè zu Hauſe? fragt er den Diener.— Er iſt


