Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Gedanken, um den andern aus ſeinem Kopfe zu ver⸗ bannen, daß er vielleicht elend und geſunken in der Welt umherirre. Auch mochte er, ſeitdem er gewiß wußte, daß Adeline die Seinige werde, zuweilen fürchten, ſeinen Bruder in erniedrigender Dürftigkeit wieder zu finden, weil ihm das in den Augen der Ma⸗ dame Germeuil nachtheilig werden könnte, und ſo oft ein Bettler von ſeinem Alter ihn anſprach, ſtieg ihm das Blut ins Geſicht; er entfernte ſich raſch, aus Beſorgniß, es könnte ſein Bruder Jakob ſein.

Eduard war deſſen ungeachtet nicht gefühllos; er hätte ſeinen Bruder nicht zurückſtoßen können; aber ſo ſind die Menſchen! Eigenliebe erſtickt bei ihnen oft die edelſten Empfindungen; man erröthet über Brüder und Schweſtern! ja es gibt Menſchen, die ſich ihrer Eltern ſchämen. Das ſind aber ſtets nur ſolche, die ſich ſelbſt nicht achten, denn ſonſt würden ſie ihren Stamm in Ehren halten.

Aber kehren wir zu unſern jungen Eheleuten zu⸗ rück, die alle Gänge des Gartens durchlaufen, ſich anlächeln und vor jeder dunkeln Grotte oder jedem dichten Gebüſche die Hände drücken. Der Diener blieb einen Augenblick zurück, um das Halsband ſeines Hundes wieder zu befeſtigen, Madame Germeuil und ihre Kinder ſetzten ihre Promenade fort. Man er⸗ reichte Ladlich das Ende des Gartens. Die eine Seite deſſelben ſtößt aufs Feld und iſt von einer hohen Mauer umgeben; in derſelben befindet ſich aber ein Ausgang und dieſer iſt durch ein mit Brettern verſchlagenes Gitterthor verſchloſſen, damit die 4