Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Drittes Kapitel. Dufresne.

In der Menge, die Madame Volenville und Herrn Robineau umgab, und über das Mißgeſchick der Frau Gerichtsexekutorin und des Prokurators gelacht hatte, war nur ein Mann bei den Narrheiten der Anderen unempfindlich geblieben, hatte nur einer an den Späßen und Thorheiten des jungen Gerichtsſchreibers keinen Antheil genommen.

Dieſer Mann ſchien höchſtens achtundzwanzig bis dreißig Jahre alt; er war von großer und pro⸗ portionirter Statur; ſein Geſicht hätte man ſchön nennen können, hätte er ein freieres, offenes Auge gehabt; aber ſein unſteter Blick, dem er ſich den Ausdruck des Wohlwollens zu geben bemühte, flößte weder Freun⸗ t noch Zutrauen ein; und das Lächeln, das tanchmal auf ſeinen Lippen ſpielte, erſchien eher bitter, als ſüß.

Dufresne(ſo hieß der junge Mann) war auf Eduards Hochzeit von einer dicken Mama mit drei Töchtern eingeführt worden, welche ſchon ſeit langer Zeit die Gewohnheit hatte, ein halb Dutzend Tänzer in alle Geſellſchaften mitzubringen, worin ſie ſich mit ihren Töchtern ſehen ließ.

Madame Devaux(ſo hieß dieſe Dame) ſah viel Geſellſchaft, hauptſächlich viele junge Leute bei ſich, wovon der Grund leicht zu errathen war; wenn man drei Töchter und kein Vermögen hat, hält es ſchwer,

Paul de Kock. XIX. 4 3