Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

31

Noman drucken laſſen. Verkehrt eure Phraſen, meine

Herren Romandichter, erklärt der Syntax den Krieg, nehmet einen Styl ad usum Tyronum linguae latinae an, häuft Mythologie auf Aſtronomie, Ornithologie, Zoologie, ſelbſt Conchyliologie, miſcht zu Allem etwas

alte und bibliſche Geſchichte, viel Träume, Geſpen⸗

ſter, Barden, Druiden und Eremiten, wie es in euren Kram paßt, führet recht ſchwülſtige pathetiſche Redensarten, und ihr werdet ungeheure Erfolge haben. Einige Damen werden ſich beim Leſen ſchon unwohl fühlen, andere hernach, viele werden euch gar nicht verſtehen; aber nichts deſto weniger werden ſie euch vergöttern! Nicht verſtändlich ſein, iſt das Erhabenſte eures Genies. In Geheimniß und Dunkelheit hüllt ſich das große Genie... fragt nur Caglioſtro, der noch lebt, weil er ein Zauberer iſt!... Ihr aber, ihr jungen Autoren, die ihr einfach und natürlich ſein, mit alltäglichen Begebenheiten Lachen erregen und intereſſiren wollt, die ihr anſpruchslos und leicht verſtändlich ſeid, kehrt in euer Nichts zurück oder geht und ſeht George Daudin und den eingebildeten Kranken von Moliere... das iſt euer würdig; aber bildet euch niemals ein, daß jemals unſere zarten Frauen euch leſen und euren Ruhm durch tauſend Kehlen verbreiten werden. Trotzdem bleibe ich, ge⸗ liebter Leſer, bei meiner Gewohnheit zu ſchreiben, wie ich ſprechen werde, laſſe mich nicht irre machen, und es ſteht euch ja frei, mein Buch wegzuwerfen, wenn meine Art und Weiſe euch nicht behagt.

Noch tanzte man im Cadran⸗Bleu, aber das Feſt