Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Madame, ich begreife Sie gar nicht, ruft der Prokurator, ſich ſträubend... Kommen Sie nur immer, mein Herr, kommen Sie!... es fehlt noch

ein Tänzer. Aber, Madame, laſſen Sie mich doch

gehen, ich habe nie in meinem Leben gewalzt! Es iſt ja kein Walzer, es iſt ein Kehraus. Ma⸗ dame! halten Sie ein, ich bitte, mir ſchwindelt's ſchon vor den Augen, ich werde fallen. Sie tanzen ja wie ein Engel.

Ein wahrer Dämon iſt Madame Volenville, ſie hält ſich noch für ſo verführeriſch, als wie ſie zwanzig Jahre alt war, ſie glaubt feſt, daß ihre Pas, ihre

Grazie, ihre Lebhaftigkeit, ihr Mienenſpiel alle Welt

entzücke, ſie denkt gar nicht an ihr Alter. Was in zwanzigſten Jahre gefällt, wird zur Anmaßung m vierzigſten; die der Jugend ſo natürliche Leichtigeit wird zur Thorheit im reifern Alter, und die kleiten, affektirten Geberden, die man einem jugendlchen Geſichte verzeiht, werden in ſpätern Jahren zur Grimaſſe.

Man kann allerdings im vorgerückten Alta noch gefallen, aber gewiß nicht durch Nachäffen der zugend. Nichts iſt zum Beiſpiel liebenswürdiger als eine Mutter, die anſpruchslos im kleinen Kreiſe, gegenider ihrer

Tochter, tanzt; nichts dagegen iſt lächerlicher, als

eine alte Kokette, die ganz jugendlich aufgeputzt mit jungen Mädchen in der Leichtigkeit wetyifern will. Madame Volenville iſt, wie ihr ſeyt, eine uner⸗ müdliche Tänzerin, ſie möchte auf ihren neuen Tänzer den Eifer, der ſie belebt, übertragen; aber dem

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