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iſt Deine Gebieterin?— Oben... Ich hoffe, die gute Dame ſchläft... Ach! mein armer Prosper! weißt Du, daß unſer guter Herr...— Ich weiß Alles... Ich habe in Melun dieſe ſchreckliche Nachricht erfah⸗ ren!... Aber ſeine Frau?“
„Weiß es nicht... ſeit drei Tagen haben wir, ich und die übrige Dienerſchaft, es ihr geheim ge⸗ halten. Es könnte ihr in ihrer Lage... einer Frau, die ſäugt! Schaden bringen.“
„O! Du haſt Recht, Hermann! Ihr ſeid alle brave Leute!... ihr liebt eure Herrſchaft ſehr.“
„Mein Gott! das iſt ganz natürlich... ſie hat uns nur Gutes gethan!“
„Ach! mein Freund, die Erkenntlichkeit iſt heut⸗ zutage nichts Gewöhnliches mehr, ſie iſt eine ſeltene Eigenſchaft geworden. Allein ich muß durchaus mit Madame Derbrouck ſprechen.“
„Wie! dieſe Nacht noch?“
„Eil natürlich, ſogleich ſogar... es iſt keine Zeit zu verlieren, denn es handelt ſich um ihre Rettung.“
„O mein Gott! ſteht ihr Gefahr bevor?“
„Man wird bei Tagesanbruch... vielleicht wäh⸗ rend der Nacht noch... kommen, um ſie zu verhaf⸗ ten.— Sie verhaften!“
„Ja, das Ungeheuer, welches den Mann ange⸗ klagt hat, hat auch die Frau angegeben. Es benützt den Schrecken, den es in ſeiner Sektion einflößt, zur Kühlung ſeiner Privatrache; und auf ſolche Weiſe wagen viele vorgebliche Patrioten zu behaupten, ſie dienen der Republik.“


