Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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vor dem Hauſe des holländiſchen Bankiers an, es lag in der tiefen Straße neben der Kirchſtraße; von. einem auf dem Dache erbauten Belvedere aus genoß man einer wunderſchönen Ausſicht: man hatte alle Krümmungen der Seine, die umliegenden Landſitze und einen Theil von Paris vor den Augen. In die⸗ ſem Belvedere brachte Madame Derbrouck täglich mehre Stunden zu. Sie ließ ſogar oft die Wiege ihres Säuglings hinauftragen, und während ſie über ihre Tochter wachte, kehrten ſich ihre Blicke der Straße voon Paris zu, woher ſie ihren Gatten kommen zu ſehen hoffte, welchen ſie ſtets erwartete, denn ihre Dienſtboten hatten ihr ſorgfältig die ſchreckliche Nach⸗ richt verborgen gehalten, indem ſie fürchteten, ihre Geſundheit werde, wenn ſie den Tod ihres Mannes erfahre, einen bedeutenden Stoß erleiden.

Prosper klopfte leiſe an das Hofthor, er wollte die Bewohner des Hauſes nicht erſchrecken und doch gehört ſein.

Beim zweiten Schlag öffnete der Gärtner, wel⸗ cher auch zugleich Portier war, ſein auf die Straße gehendes Fenſter und fragte, wer klopfe.

„Ich, mein guter Hermann, Prosper.. kennſt Du meine Stimme nicht?— Ah doch!... ich erkenne Dich, mein Junge... Ei, mein Gott! was thuſt Du zu dieſer Stunde hier... Du haſt vielleicht kein Nacht⸗ lager?... Warte, ich will Dir aufmachen.“

Der Gärtner zog ſeine Beinkleider an und öffnete das Hofthor; Prosper ging mit ſeinem Pferde hinein,

band es im Hofe an und ſagte zu Hermann:„Wo