Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21 2. zurückhalten?— Ja...— Zu Hülfe... zu..— Still!... ſchweig, Elender, oder ich zerſchmettre Dir das Gehirn!“

Damit zog Prosper eine ſeiner Piſtolen aus der Jacke und ſetzte die Mündung auf Goulards Stirne.

Der Portier fing an zu zittern, ſchrie nicht mehr und flüſterte mit unterwürfigem Tone:„Ich ſchweige. Was wünſcheſt Du von mir?“

„Du haſt meine Abweſenheit benützt, um den Bankier Derbrouck verhaften zu laſſen.— Nicht ich... — Du lügſt.— Er war dewürdig...

„Dgs iſt nicht wahr, Du wirſt Lügen erfunden haben, um ſeine Richter zu täuſchen; doch kurz, da es nun zu ſpät zu ſeiner Rettung iſt, ſo gib mir wenigſtens den Verhaftsbefehl heraus, den Du gegen ſeine Frau erhalten haſt.“

„Gegen ſeine Frau... wer hat Dir das geſagt?... — Du haſt ſie auch angeklagt, Du brauchſt Dich nicht zu verſtellen, und haſt einen Befehl erhalten, ſie verhaften zu laſſen...— Ich ſchwöre Dir.— Soll ich Dich niederſchießen?— Nun jal es iſt wahr... aber dieſen Befehl... habe ich nicht mehr.— Was haſt Du damit angefangen?— Ich habe ihn den Ge⸗ richtsbeamten übergeben.— Du haſt ihn übergeben... und wann?— Heute Abend, bevor ich in das Thea⸗ ter der Republik ging.— Alſo wird die Bürgerin Derbrouck...— Morgen bei Tagesanbruch verhaf⸗ tet werden.— Ha! Ungeheuer! ich ſollte Dich um⸗ bringen... aber ich bin kein Meuchelmörder. Hier, nimm eine dieſer Piſtolen... verheidige Dich—