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ſeine Hand an den Kragen Prospers legen und ſprach: „Im Namen der Freiheit verhafte ich Dich!“
Prosper betrachtete den Gendarmen, zuckte mit den Achſeln und entgegnete ihm:„Mein Freund, Du ſagſt da eine entſetzliche Dummheit! Im Namen der Freiheit verhafteſt Du mich... Verſteht man unter Freiheit nicht vor allen Dingen das Freiſein, und daß man in Folge deſſen ſprechen und machen kann, was man will?“
Der Gendarme ſann einen Augenblick nach und ſagte ſodann:
„Alſo... im Namen der Republik verhafte ich Dich...— Ahl das iſt ein Unterſchied! Und ich klopfe Dich im Namen der Freiheit durch.“
Und indem Prosper dem Gendarmen, der eben einen Schritt vorwärts gemacht hatte, um den jun⸗ gen Mann zu ergreifen, ein Bein ſtellte, faßte er ihn zugleich und legte ihn der Länge nach auf den Boden, gab ſeinem Kameraden einen tüchtigen Rip⸗ penſtoß, ſtürzte ſich auf den Gang hinaus und ver⸗ ſchwand unter der herausſtrömenden Menge, die ihm einen Durchgang ließ, indem ſie ſagte:„Bah! laßt ihn gehen!... er ſcheint ein wackerer Sansculotte! er hat etwas zu viel getrunken, das iſt's Ganze! das Schauſpiel war heute nicht für ihn.“
Prosper entfernte ſich ſo ſchleunig aus dem Saale, weil er bedachte, daß es weder zu Goulards Züchti⸗ gung noch zu Madame Derbroucks Rettung beitrage, wenn er ſich auf die Waͤche ſetzen laſſe; er hoffte, der Geſuchte werde ſich nach dem Theater nach Hauſe


