Erſtes Kapitel. Erſte Vorſtellung von Epicharis und Nero.
Prosper hatte die zehn Stunden, die zwiſchen Melun und Paris liegen, bald hinter ſich; nicht ein Gendarme ſtellte ihn auf dem Wege, um ſeine Pa⸗ piere zu viſitiren, denn ſein ſonderbares Koſtüm, ſeine herausfordernde Miene und ſeine Bewaffnung ver⸗ kündeten einen Mann, welcher im Stande wäre, den erſten Beſten, der ihm in den Weg träte, niederzu⸗
metzeln. Man hielt ihn für einen Agenten der Re⸗
gierung, und wenn er ein Gläschen Branntwein verlangte, während ſein Pferd einige Augenblicke aus⸗ ſchnaufte, ſo bediente man ihn mit einem Eifer und einer Schnelligkeit, welche das Entſetzen bewieſen, das er einflößte.
Prosper langte vor ſeinem Hauſe an. Beim Ein⸗
tritt forſchten ſeine Augen nach Goulard, an welchem er Luſt gehabt hätte, ſeinen von Durouleau erhalte⸗ nen türkiſchen Säbel zu probiren. Aber der Portier war nicht mehr da, ein altes Weib verſah ſeine Stelle und hatte ſeine Loge inne. Prosper erkannte mit Ab⸗ ſcheu jene alte Strickerin, die in den Sektionen pe⸗ rorirte, die Mutter Gueuleton, welche ſich die Mutter der Craques nennen ließ.


