9 zu verſehen, denn in England ſchien es, als ob es davon flöge.
Vierzehn Tage nach ſeiner Abfahrt von Calais logirte Prosper in London in einem ziemlich hübſchen Hotel der Altſtadt, und rannte in allen Straßen umher, in der Hoffnung, der Tochter des Grafen von Trevilliers zu begegnen.
Aber jeden Tag fühlte der arme Verliebte einen Theil ſeiner Hoffnungen ſchwinden. Wie ſollte es ihm auch in der That gelingen, die Geſuchte inmitten einer rieſengroßen Stadt, einer ungeheuren Bevölkerung zu finden, während er kaum ein paar Worte von der Sprache ſtottern konnte, die rings um ihn her geſprochen wurde?
Der Gaſtwirth, bei welchem Prosper wohnte, bildete ſich ein, vortrefflich Franzöſiſch zu ſprechen und zu verſtehen. Als der junge Reiſende bei ihm abſtieg und ſagte, er komme nach London, um Landsleute aufzuſuchen, ſo hatte ihm Herr Betteſon, dies war der Namen des Wirths, entgegnet, er werde ihm in ſeinen Nachforſchungen an die Hand gehen und ihm bei der Aufſuchung ſeiner Freunde behülflich ſein. Als aber nach einigen in der Altſtadt zugebrachten Tagen Herr Betteſon Prospern, wenn er Zucker ver⸗ langte, Bier, wenn er eine Feder verlangte, ein Beef⸗ ſteak, und als er einen Commiſſionär wünſchte, einen Schneider geſchickt hatte, da zog der junge Mann aus und quartirte ſich in ein hübſches Hotel des prachtvollen Quartiers Saint⸗James ein.
Dort fand Prosper einen Wirth und ſogar Kellner,


