Teil eines Werkes 
3. Th. (1843)
Entstehung
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Prosper blieb einen großen Theil des Tages in Gedanken verſunken und mit der Erinnerung an Ca⸗ milla beſchäftigt in dieſem Zimmer. Die Zeit ver⸗ ſtreicht den Dichtern und Verliebten ſchnell; ſolche Leute langweilen ſich in der Einſamkeit nie, das iſt eine kleine Entſchädigung für all die Täuſchungen, die ihrer warten.

Erſt beim Heraustreten aus dem Zimmer gedachte Prosper einer zweiten Perſon, die es ebenfalls mit ihm getheilt hatte; dann ſchweiften ſeine Blicke auf den umſtehenden Gegenſtänden herum und er flüſterte: Arme Jeannette! dieſe liebt mich innig! und ich habe ſie gezwungen, mich zu verlaſſen, während die an⸗ dere Unſer Herz iſt doch ſehr undankbar, ſehr grau⸗ ſam, ſehr ungerecht! Wenn es nicht liebt, läßt es ſich von nichts rühren; es bleibt kalt bei den Beweiſen der glühendſten Liebe, während es bisweilen für einen Gegenſtand in Flammen geräth und ſich verzehrt, von dem es gering geſchätzt und verachtet wird. Wenn ich aber Jeannette wieder finde, ſo will ich ihr einen Beweis meiner Freundſchaft geben, indem ich ihr eine ſorgenfreie Zukunft bereite.

Prosper hatte ſchon ſeinen Plan gemacht; ſein Entſchluß ſtand feſt; er beabſichtigte nach England zu gehen, um dort Camilla aufzuſuchen; er konnte nicht glauben, daß ſie ihn ganz vergeſſen habe. Da er ihr Schweigen der Macht der Umſtände und nicht ihrem eigenen Willen zuſchrieb, ſo tröſtete er ſich damit, ſie habe ihm vielleicht Nachricht gegeben und ihre Briefe ſeien aufgefangen worden oder verloren gegangen;