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Es war alſo kein ungeheures Vermögen, welches Prosper zufiel, aber für Jemand, der gar nichts hat, grenzt dieſer Wechſel des Geſchickes ans Wun⸗ derbare.
Bedenken wir auch, daß Prosper erſt zwanzig Jahre alt war, und wenn gleich die Zufälle und Lebenslagen, worin er ſich ſchon befunden, ſeinen Charakter frühzeitig geſtählt hatten, ſo konnte ſich ſein Herz und ſein Sinn doch noch jenen der Jugend befreundeten Illuſionen überlaſſen, die ſelbſt das rei⸗ fere Alter lange noch beizubehalten ſucht.
Beim Eintritt in das Haus, wo er Durouleau freudig und bei Laune verlaſſen hatte, fühlte ſich Prosper tief ergriffen, und würde willig das eben erlangte Vermögen zurückgegeben haben, um wieder die Hand dieſes Mannes zu drücken, der zwar in ſeinem Leben große Fehler begangen haben mochte, ihm jedoch nur Beweiſe der Freundſchaft gegeben hatte.
In dem Gemache angekommen, welches Prosper früher inne gehabt hatte, bemächtigte ſich eine andere Erinnerung ſeiner Seele. Hier hatte Camilla eine Nacht mit ihm zugebracht, hier war er ſo glücklich.
und ſo ſtrafbar geweſen, doch hoffte er immer, dieſer Fehler werde ſein Glück zur Folge haben, und dachte
in ſeinem Sinne:„Kann ſie jemals, nachdem was geſchehen iſt, einem Andern ihre Hand reichen? O, nein! Camilla iſt zu ſtolz, um Jemand zu betrügen.
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Sie weiß, wie ſehr ich ſie liebe, und warum ſollte
ich jetzt, wo ich ihr das Gut ihres Vaters zurückgeben
kann, jetzt, wo ich reich bin, nicht ihr Gatte werden?“


