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ganze Erbſchaft meiner Schweſter in Beſitz. Mein ſehnlichſter Wunſch war, ein Land zu verlaſſen, das mir all meine Miſſethaten ins Gedächtniß zu⸗ rückrief: ich veräußerte daher ſchnell meine Güter und ging mit Stoffar nach Frankreich. „Unweit Straßburg kaufte ich das kleine Häus⸗ chen, das ihr kennt; ſeine vereinzelte Lage ſagte mir zu, und ich zog mich auf einige Zeit dahin zurück, wenn ich mich an den Vergnügungen und Ausſchwei⸗ fungen überſättigt hatte, denen ich mich in Paris mit meinem würdigen Vertrauten unaufhörlich hingab. „Jetzt habe ich euch nur noch die Begeben⸗ heiten zu erzählen, an denen ihr Theil nahmet. Eines Tages erkannte Stoffar zu Straßburg in Herrn d'Ormeville Denjenigen, dem wir das Kind meiner Schweſter anvertraut hatten.„Den müſſen wir uns vom Halſe ſchaffen, ſagte er alsbald zu 4 mir; denn er könnte mich früher oder ſpäter treffen und erkennen, dann wäre ich verloren.“ Vor dieſer neuen Schandthat bebte ich zurück; aber ich fürchtete Stoffar zu ſehr, um ihm zu widerſtehen, und Ihr Tod ward beſchloſſen. „Der Himmel ließ indeß die Vollſtreckung dieſes Verbrechens nicht zu; Sie wurden durch den jungen Mann, den Sie Sohn nennen, gerettet und Stoffar blieb auf dem Platze. Ich aber flüchtete mich in meine Wohnung; ziemlich vergnügt, ich geſtehe es, meinen Spießgeſellen losgeworden zu ſein. „Mehre Monate nach dieſer Begebenheit kamen „Sie, mein Herr, ſprach er zu Heinrich, in mein


