Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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zu ruhen wünſchte, ſchickte er Frank mit dem Be⸗ fehl voraus, ihn im erſten Gaſthof zu Straßburg zu erwarten. Die Stille des Orts ſchien den Rei⸗ ſenden zur Ruhe einzuladen; Heinrich, der ſeit einigen Tagen ununterbrochen auf dem Wege war, fühlte das Bedürfniß, einen Augenblick der ihn niederdrückenden Mattigkeit nachzugeben. Er ſetzte ſich unter dichtes, von einer majeſtätiſchen Eiche beſchattetes Strauchwerk und bald ſchloß der Schlaf ſeine Augenlieder.

Als er wieder erwachte, begann der Tag ſich zu neigen; er wollte aufſtehen, um ſeinen Weg fortzuſetzen, als er von der andern Seite des Ge⸗ büſches Stimmen vernahm; er ſtreckte leiſe den Kopf vorwärts und erblickte, nur einige Schritte entfernt, zwei Männer. Ihre feindſeligen Geſichter beſtimmten ihn, ſich nicht gleich zu zeigen; und da ſich beide völlig allein glaubten, konnte er leicht folgendes Geſpräch vernehmen:

Du biſt alſo ganz ſicher, daß er es iſt? Ja, Herr, ich bin's gewiß; und obgleich ich ihn teufelmäßig lang nicht geſehen, iſt mir ſein Geſicht doch zu gut im Gedächtniß, als daß ich ihn nicht erkannt hätte! Ueberdies habe ich in dem Wirthshaus, wo er war, Erkundigungen über ihn eingezogen und weiß gewiß, daß ich mich nicht irrte. Und Du ſagſt, er werde durch dieſen Wald kommen? Ja,

Herr, er kann keinen andern Weg nehmen, und ich ſuche Sie eiligſt auf, damit wir eine ſo ſchöne Gelegenheit nicht entſchlüpfen laſſen.. Was

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