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„— Nichts, ſie verbeugte ſich ſogar ſehr kalt gegen mich.“
„— Werden Sie in dieſem Hauſe Beſuche machen?“
„Meiner Treu, ich habe keine Luſt; es kommt mir vor, als muͤſſe man ſich dort entſetzlich langweilen; die⸗ ſer Herr von Noirmont iſt ſo ſtreng hoflich, daß es einen erſtarren macht!... Ueberdies bin ich nicht verpflichtet, alle Freunde meines Vaters zu beſuchen.. ſie ſind eben nicht von meinem Alter.“
„— Sie geben Ihre Karte bei Herr von Noirmont ab, dann iſt's geſchehen, ich denke auch, es ſei uͤber⸗ fluͤſſig fuͤr Sie, in dieſes Haus zu gehen. Ach, Madame Celival ſucht Sie, ſie hat mich vorhin gefragt, was aus Ihnen geworden ſei?... Ich glaube, Sie haben ihre Eroberung gemacht.“
„— Wirklich!.. o! wenn das wahr waͤre!...“
„— Sehen Sie, dort unten iſt ſie... ſprechen Sie ein wenig mit ihr...“
„— Was denn?“
„— Was Sie wollen... Sie wird Ihnen uͤbrigens ſelbſt Stoff zur Unterhaltung geben; ſeien Sie nicht ſchuͤch⸗ tern, mein lieber Freund, dies waͤre nicht das Mittel, Ihren Weg in der Welt zu bahnen.“—
Cherubim faßte einen ungewoͤhnlichen Entſchluß und naͤherte ſich Madame Celival; als ſie ihn auf ſich zukom⸗ men ſah, laͤchelte ſie holdſelig und gab ihm ein Zeichen, ſich neben ſie zu ſetzenz durch dieſen Empfang ermuthigt, ließ er ſich neben der ſchoͤnen Brunette nieder und ſtot⸗ terte einige unmoͤglich zu verſtehende Worte, worauf jedoch Madame Celival antwortete, als ob ſie dieſelben vernommen haͤtte.


