120
„— Aber gegenuͤber von Damen, wenn ich ſchoͤne ſehe.. die mir gefallen?“
„— Sagen Sie Ihnen das mit den Augen; Sie verſtehen das ſehr gut.“.
„— Wenn ich ſie aber kennen lernen... ihnen den Hof machen will?“
„— Dann ſagen Sie, was Ihnen in den Kopf kommt... nur ſuchen Sie nicht geiſtreich zu ſein, man
wuͤrde Sie hoͤchſt langweilig finden.“
„— Wenn mir aber nichts in den Kopf kommt..“
„— So bleibt Ihnen immer das Schweigen und Liebaͤugeln: es gibt Leute, die dabei ſtehen bleiben...“
„— Wie iſt aber die Dame, zu der Sie mich fuͤhren... 2“ 8
„— Ach! in der That, ich muß Ihnen eine Schil⸗ derung von ihr machen: Madame Celival iſt ungefaͤhr ſechsunddreißig Jahre alt, aber noch ſehr huͤbſch; eine intereſſante Bruͤnette, deren Augen voll Ausdruck ſind; ſie hat eine wunderſchoͤne Taille und herrliche Formen; es liegt etwas Verfuͤhreriſches, Wolluͤſtiges in ihrem Weſen, das alle Maͤnner anzieht. Außerdem iſt Madame Celival kokett, und ſoll gegen die, welche fuͤr ſie ſchmach⸗ ten, nicht die Grauſamſte ſein. Dies wird jedoch nur im Vertrauen geſagt; ſie iſt uͤbrigens Herrin ihrer ſelbſt . Wittwe eines Generals... od aber eines wirklichen Generals, der exiſtirt und ihr ein ſchoͤnes Vermoͤgen ohne Kinder hinterlaſſen hat. Sie werden begreifen, daß es der huͤbſchen Wittwe nicht an Anbetern fehlt.. doch Achtung, wir ſind an Ort und Stelle!“


