Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Bein vor und gab ſich Muͤhe, huͤbſch zu erſcheinen. Seit er wußte, daß ſeine Frau guter Hoffnung war, hielt er ſich fuͤr zwanzigjaͤhrig.

Man kaufte ein praͤchtiges Kindszeug fuͤr den erwar⸗ teten Kleinen; man machte große Zuruͤſtungen zum Em⸗ pfange dieſes Sproͤßlings des Herrn von Grandvilain; ₰ der Taumel, dem man ſich hingab, war ſehr natuͤrlich.

Da junge Eheleute die Geburt ihres Kindes feiern, um wie viel mehr muͤſſen es ſolche thun, die keine Hoffnung mehr haben, daß ſich ein aͤhnliches Ereigniß wiederholen werde.

Je naͤher der Augenblick herbeikam, wo die Frau Marquiſin Mutter werden ſollte, um ſo eifriger umgab ſie ihr alter Gemahl mit Sorgfalt, Aufmerkſamkeit und Zuvor⸗ kommenheit; dies ging oft ſo weit, daß Frau von Grand⸗ vilain mit ihrer Freiheit auch den Geſchmack an ſolchen Galanterien verlor. Der Herr Marquis geſtattete nicht mehr, daß ſie zu Fuß ausging, er fuͤrchtete die mindeſte Anſtrengung fuͤr ſie, und ſorgte dafuͤr, daß ſie nichts aß, was ihr ſchaͤdlich ſein konnte, und dieſe Aufmerkſam⸗ keit wurde grauſam fuͤr Diejenige, welche der Gegenſtand derſelben war; denn in der einfachſten Sache erblickte der Marquis eine Gefahr, und ſie wurde ohne Gnade ver⸗ 4 hoten, ſo daß Frau von Grandvilain gegen das Ende ihrer Schwangerſchaft nur noch Brodſuppe erhielt, wel⸗ ches nach der Anſicht des Herrn Marquis die einzige ge⸗ ſunde und ungefaͤhrliche Nahrung fuͤr ſie war. Die Frau Marquiſin hatte zwar einen Arzt, der ein ganz entgegen⸗ geſestes Verhalten vorſchrieb, allein der Herr von Grand⸗ vilain folgte ſeiner Ueberzeugung mehr, als der des Arztes,