8 Erſtes Kapitel. Aufenthalt in Boiſſy⸗Saint⸗Léger.
Die Thuͤre heftig aufſtoßend, tritt mein Vater ein; Wuth malt ſich in ſeinem Geſichte; wie er indeß Ade⸗ len allein im Zimmer erblickt, ſteht er ſtill und ſcheint erſtaunt. Doch ſchweifen ſeine Blicke mißtrauiſch im Ge⸗ mache umher.
„Mein Gott, was gibt es denn, mein Herr?“ ſagt Adele, indem ſie ſich bemuͤht, ruhig zu ſcheinen; „was bedeuten dieſer Laͤrm, dieſe Drohungen, die ich ge⸗ hoͤrt habe... mit wem haben Sie etwas?... und kann ich meine Schweſter nicht beſuchen, ohne Ihren Zorn in ſolchem Grade zu erregen?“
„Ihre Schweſter!... Ihre Schweſter!...“ mur⸗ melt der Baron mit aufgeregter Stimme.„Ja... ich weiß wohl, daß Sie hier bei Ihrer Schweſter ſind;
. als ich Ihnen aber dieſen Abend den Antrag machte, mich ins Theater oder in Geſellſchaft zu beglei⸗ ten, haben Sie es ausgeſchlagen; Sie waren, wie Sie mir ſagten, ſehr unwohl, konnten das Zimmer nicht verlaſſen... und doch gingen Sie aus, nachdem ich fort war!“
„Gut, mein Herr! was liegt darin Beſonderes?


