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ſo empfangen Sie ſolche hiemit, Madame, und glau⸗ ben Sie an meine Aufrichtigkeit. Die Begebenheit, von der Sie ſo eben geſprochen, habe ich völlig ver⸗ geſſen, und ich hege nicht den geringſten Groll gegen Sie... Sie glücklich zu wiſſen, iſt jetzt mein einziger Wunſch. Als ich die neuen Bande erfuhr, welche Sie feſſeln, hatte mein Herz weder Unmuth noch Zorn empfunden, und wenn Sie in der Tiefe meiner Seele leſen könnten, würden Sie darin nur die tiefſte Hoch⸗ achtung, die völligſte Ergebenheit finden.“
Frau von Harleville ſcheint noch nicht mit meiner
Antwort zufrieden; in großer Aufregung ſtammelt
ſie:„Für Ihre tiefe Hochachtung... JIhre Ergebenheit danke ich Ihnen, mein Herr... danke ich Ihnen ſehr... aber in Wahrheit, es möchte ſcheinen, Sie ſprächen mit Ihrer Großtante...“
Ich ſtehe auf mit den Worten:„Da ich nun
glaube, Madame, Ihnen jeden noch zurückgebliebenen Zweifel über mein Gefühl benommen zu haben, ſo will ich mich verabſchieden...“
Man hält mich lebhaft am Arme zurück, wobei ſie mit bewegterer Stimme ruft:„Nein... bleiben Sie... ich bitte... ich habe noch mehr mit Ihnen zu reden.“ 4
Ich ſetze mich wieder, fühle mich aber nicht be⸗ haglich, ich zittere... ich fürchte dieſe Frau anzuhö⸗ ren, die mich zurückhält, die mich bittet; dieſe Frau, deren Stimme rührend geworden iſt, ſtatt ſtolz, wie ſie ehemals war. Als ich aufſtand, waren meine Augen unwillkürlich auf ſie gefallen... ich erbebte
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