Teil eines Werkes 
2. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
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dem Hakenmann kein Geſpräch anknüpfen wollen; ich laſſe dieſen fortmurren, und gehe wieder zu mei⸗ ner Dame.

Ei, mein Gott! wie Sie laufen!.. Dieſer Menſch hat mir Furcht eingejagt... ich habe mich ſo plötzlich ganz neben ihm befunden! Wenn Sie mich hätten machen laſſen, wären Sie nicht Gefahr

gelaufen, dieſen Nachtmenſchen zu küſſen. Sie ſind

aber ſo böſe!.. Sie ſind nicht weiſe! Möchten Sie

es mich bereuen laſſen, daß ich Ihnen dieſes Téte- à-téte bewilligt habe? Es ſcheint mir, als Sie

meine Bekanntſchaft zu machen wünſchten; durften Sie

vorausſetzen, daß ich mich damit begnügen werde,

Sie anzuſehen?... die Frauen beklagen ſich über

unſern Mangel an Weisheit, aber ich glaube, es wäre ihnen ſehr leid, wenn wir ſie zu lang beſäßen!

Sie haben eine ſchlechte Meinung von den Frauen! Heißt das eine ſchlechte Meinung von ihnen haben, wenn man vorausſetzt, daß ſie keine Dummköpfe lie⸗ ben? Man iſt alſo dumm, wenn man weiſe iſt? Ungefähr; wenigſtens wenn man nicht weiſe iſt, wie Salomon und David, welche ſicherlich weder Frauen noch Maitreſſen brach liegen ließen, was übrigens nicht hinderte, daß ſie die Vielgeliebten des Herrn waren. Es iſt wahr, daß man zu dieſer Zeit kein Verbrechen aus der Vielweiberei machte... Wo ſind wir denn, mein Herr? Meiner Treu, Madame, ich weiß es nicht... Sie ſind ſo ſchnell ge⸗ weſen... Wir haben die erſte beſte Straße einge⸗ ſchlagen... Sie zittern aber: iſt es aus Furcht?