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Man fand ſomit, daß ſie eine ſehr gute Heirath mache. Man ziſchelte ſich etwas ins Ohr über meine Verbindung mit der jungen Frau, deren Bekanntſchaft ich auf dem Landſitz einer ihrer Freundinnen gemacht habe; Dienſtfertige haben wahrgenommen, daß ich viel mit Madame Mon⸗ carville ſpreche; man hat erfahren, daß der Zufall mich immer an die Orte führe, wo ſie hingeht, und man hat nicht verfehlt, Alles dies wieder Herrn Moncardille zu hinterbringen, der ſeine Frau über ihren Leichtſinn ausgezankt, und ihr verboten hat, künftig irgend wohin ohne ihn zu gehen. In einem Alter von fünfundzwanzig Jah⸗
ren muß ſie bei einem Manne bleiben, der von
Morgens bis Abends zankt. Hiezu kommen noch neugierige und ſchwatzhafte Anverwandte, die aus⸗ ſpionien, was ſie thut, dem Gatten hinterbrin⸗ gen, was man von ſeiner Frau ſpricht; und nun wird man eine Vorſtellung von dem Glück der⸗ jenigen erhalten, die man im zwanzigſten Jahre an einen Mann von vierundfünfzig verheirathete, welcher nur bedauerte, daß er nicht mehr aus⸗ ſchweifen konnte.
Allein einer Frau gelingt es immer, zu thun, was ihr beliebt; dies iſt für euch, Herren Eifer⸗ ſüchtige! nicht beruhigend. Beſtrebet euch daher, daß es euern Frauen gefalle, nur euch zu ſehen und bei euch zu ſein, denn auf Ehre! wenn ihnen das Gegentheil in den Sinn kommt, ſo ſind alle


