Teil eines Werkes 
1. Th. (1843) Ni jamais, ni toujours
Entstehung
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glaube es. Die Frauen lieben ſo ſtark, wenn ſie

lieben... Können ſie doch ſelbſt dann, wenn die Pflicht ſie anderswo zurückhält, in Gedanken bei uns ſein!... Arme Clementine, die ſich bei ei⸗ nem Gatten, den ſie nie liebte, die Zeit ſo lang werden läßt, und von Verwandten umgeben iſt, die ihr nur Kummer zu verurſachen ſuchen! Iſt es alſo ein Verbrechen, wenn ſie zu mir kommt, um in meinen Armen einige Augenblicke jener Liebe, jenes Glück zu finden, welches ihr Herz geträumt hatte, und das ihre Umgebung ihr nicht gewährt? Man macht ſo ſonderbare Heirathen! man opfert die jungen Mädchen!... und die jun⸗ gen Frauen ſind es, die ſich dafür rächen.

Das Wetter iſt ſehr ſchlecht; der Regen ſchlägt an meine Fenſter; es iſt kalt und dunkel. Es fällt geſchmolzener Schnee herab. Wird Clemen⸗ tine dem Wind und Regen Trotz bieten? O ja! fragt man das Wetter um Rath, wenn man wirk⸗ lich liebt? Schnell ein großes Feuer, damit ſie ſich wenigſtens bei ihrer Ankunft trocknen und wär⸗ men kann. Ach! nicht an dieſem Feuer wird ſie ſich am meiſten wärmen.

Ich will meine Fenſterläden ſchließen, meine Vorhänge herablaſſen, dann wird man nicht ſehen, daß ich Licht habe, denn es gelüſtet mich nicht, andere Beſuche zu empfangen, als den, den ich erwarte..

Zwar ſollte man allerdings, ohne einen wich⸗ tigen Grund, dieſen Abend nicht ausgehen... Wer