Erſtes Kapitel.
Ein verliebter Beſuch.
Es iſt acht Uhr, ſie muß wirllich dieſen Abend kommen; und ſie wird nicht ſäumen; Clementine iſt nicht gewohnt, auf ſich warten zu laſſen, und zu⸗ dem ſehen wir einander ſo ſelten! Die Gelegen⸗ heiten werden ſo ſchwierig, daß man ſie nicht ent⸗ ſchlüpfen laſſen darf. Man ſagt, die Hinderniſſe nähren die Liebe; dann ſollte die unſrige in Ewig⸗ keit währen, denn es koſtet uns immer tauſend⸗ fältige Mühe, zuſammenzukommen.
Ich kenne ſie nun ſeit zwei Jahren... Zwei Jahre... dies iſt ſchon eine Zeit, und man hatte ihr geſagt, ich würde ſie keine drei Monate lie⸗
ben!. Man iſt ſo bösartig!... Es iſt wahr,
daß zuweilen drei Wochen vergehen, ehe wir ein⸗ ander ſprechen können. Wir unterhalten unſre Liebe, aber wir nützen ſie nicht ab.
Wenn wir einander nicht ſehen, denkt ſie ohne Unterlaß an mich... wie ſie mir ſagt.⸗ ind ich


