Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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ich ihr ganz ruhig und feſt ſagte, daß ſie mir nun dreiſt Alles ſagen, uͤber Alles mit mir ſprechen koͤnnte, mir nichts zu verbergen brauchte, denn ich wuͤßte das Groͤßte; das Wichtigſte und Alles, was ſie mir nun noch weiter ſagen koͤnnte, wuͤrde nun eine Erleichte⸗ rung, eine Art von Troſt fuͤr mich ſein.

„Und was weißt Du denn?“— fragte Me⸗ lida mit ſcheinbarer Gleichguͤltigkeit, ohne je⸗ doch die heftige Bewegung verbergen zu können, die in ihrem Innern vorging.

„Was ich weiß?“— erwiederte ich.— „Glaubteſt Du denn, daß ich im Stande ſei, Nachrichten von Otto zu entbehren?— Nein, da haſt Du Dich geirrt!— Ich habe unter der vollkommenſten Maske der Gleich⸗ guͤltigkeit und mit Huͤlfe aller meiner weiblichen Feinheit meine beiden Pflegerinnen waͤhrend Deiner Abweſenheit ausgeforſcht und weiß da⸗ her—— ja, ja, Melida, erbleiche nicht ſo, Du ſiehſt ja, daß ich ruhig bin, obgleich ich Alles ſchon ſeit drei Tagen weiß!— Siehſt Du, Melida! Das iſt eine Wirkung meiner Krankheit. Ich bin dem Tode ſo nahe gewe⸗