Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Schriftſtellerin in Umlauf waren, eifrig aufſuchte, verbeſſerte und verbreitete. Und daß dieſe Anek⸗ doten meiſt die Schattenſeite betrafen, hatte viel⸗ leicht theilweiſe darin ſeinen Grund, daß die zahlreichen Auslaͤnder, welche ſich waͤhrend dieſes Winters in unſerm Vaterlande aufhielten, be⸗ ſtaͤndig etwas an Stockholm auszuſetzen hatten und die Bewohner von Stockholm deshalb in ihrer Kritik uͤber die Auslaͤnder ungewoͤhnlich ſatyriſch waren. Dazu kam auch noch der Um⸗ ſtand, daß das ausgelaſſene, muthwillige Fraͤu⸗ lein Stael in mir einen Reflex von ſich ſelbſt zu ſehen glaubte, ſich deshalb allemal, wo wir zu⸗ ſammentrafen, zu mir geſellte und oft und gern mit mir uͤber Alles lachte, was uns heitern, lachluſtigen Maͤdchen vor Auge und Ohr kam, waͤhrend ſie an Emilien nie ein Wort verlor, außer daß ſie mich einmal fragte, ob es pour mes péchés ſei, daß ich beſtaͤndig cette en- nugeuse Demoiselle sur mes talons haͤtte, oder bloße Coquetterie, denn par gout koͤnnte es unmoͤglich ſein. Emilie war auch in der That ganz unermuͤdlich, mir beſtaͤndig nach⸗ zufolgen und mich zu peinigen. Dennoch ant⸗