Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

211

men nur Sonntags nach Hauſe.) Er hatte da⸗ her keine ſo elegante Wohnung, ſondern wohn⸗ te nur zur Miethe und zwar zwei Treppen hoch und in ziemlicher Entfernung von der Koͤ⸗ niginſtraße, waͤhrend der Onkel in der belle etage ſeines eignen, großen, praͤchtigen Hauſes wohnte, die zweite Etage vermiethet hatte und die dritte zum groͤßten Theil noch fuͤr ſich ſelbſt benutzte. Eben ſo war die Equipage des Ge⸗ nerals bei weitem nicht ſo elegant, wie die des Onkels, und unſere Diner's und Souper's hat⸗ ten ſtets einen gewiſſen Glanz, den die des Ge⸗ nerals nicht immer voͤllig erreichten. Ihre Frau⸗ en waren ſo ziemlich von gleich huͤbſchem Aeu⸗ ßern; aber der General war ein alter verab⸗ ſchiedeter Militair, der mit jedem Tage mehr an Einfluß verlor, waͤhrend der Onkel dagegen noch immer im Steigen war und jedenfalls nicht weniger als ein Miniſter⸗Portefeuille im Auge hattte. Legt man hierzu noch den kleinen Umſtand in die Wagſchaalen, daß in unſerm Hauſe ein Sohn war, der zu den beliebteſten und feinſten Cavalieren der großen Welt ge⸗ hoͤrte, und ein junges Maͤdchen, die durch den